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Eintrag Definition
Wohnen

Mit dem Begriff „Wohnen“ umschreibt man die wesentliche Zeit, die man an einem Ort dauerhaft oder zeitweise verbringt.

Wabenplissee

Wabenplissee besteht aus einer wabenförmigen Struktur. Dadurch wird das Licht doppelt gefiltert.

Tapeten

Tapeten geben jedem Raum eine persönliche Note. Die Material- und Farbauswahl und die eingesetzte Technik bei der Herstellung einer Tapete bestimmen den Charakter der Oberfläche.

Restfeuchte im Holz

Mit Restfeuchte wird die Masse des Wassers in den Zellhohlräumen des Holzes im Verhältnis zur wasserfreien Holzmasse angegeben.

Récamière

Als Récamière bezeichnet man ein kombiniertes Sitz- und Liegemöbel ohne Rückenlehne, jedoch mit zwei  gleich hohen, geschwungenen Armlehnen.

POP-ART

Pop-Art war eine der wichtigsten Kunstströmungen in den 60iger Jahren und der stärkste formale Einfluß auf das Design. Die Pop-Art entstand in den späten 50igern gleichzeitig in Großbritannien und den USA. Sie wandte sich gegen den Intellektualitäts- und Emotionskult der Malerei des abstrakten Expressionismus. Die Bildthemen wurden dem modernen, großstädtischen Leben entnommen, wie bei Comics, Reklametafeln, Pin-ups und Designprodukten. Die wichtigsten Künstler der Pop-Art sind Robert Rauschenberg, David Hockney und Claes Oldenburg. Die Pop-Art beeinflusste Designer wie Ettore Sottsass, Elio Fiorucci und Gaetano Pesce.

Passepartout (Bilderrahmen)

Ein Passepartout, aus dem französischen:  passer für „hindurchgehen“ und partout für „überall“ bezeichnet man in der Kunst eine Papier- oder Kartonumrahmung für Gemälde, moderne Grafiken,  Aquarelle, Fotos und Zeichnungen.

Parkettboden

Parkett gilt als hochwertiger Fußbodenbelag, der aus massiven Holzstücken besteht. Parkett besticht durch seine Natürlichkeit, da es sich hier um ein reines Naturproudkt handelt. Je nach Holzart ist die Oberfläche entsprechend ruhig oder lebhaft strukturiert.

Ornament

Ornament ist ein Sammelbegriff für alles Schmückende. Verzierungen und Verkleidungen von Möbeln und Gebrauchsgegenständen. Ornament ist ein ewiger Diskussionspunkt um "Wieviel ist erlaubt?" Die rationalistischen Tendenzen um die Jahrhundertwende verdammten jede Verzierung. Der Funktionalismus versuchte sich völlig vom Ornament loszusagen, was allerdings ab den 70er Jahren zu vehementen Gegenbewegungen führte. Vor allem Alchimia und Memphis betrieben schließlich einen Kult um Ornament und Dekor, der als neue Gegenströmung Gruppen wie Zeus und einen neuen Minimalismus heraufbeschwor. Das Ornament, in allen Stadien der Menschheit als künstlerischer Ausdruck bemüht, wird überleben.

Massivholzmöbel

Massivholz-Möbel bilden einen gesunden und natürlichen Lebensraum im Wohraum. Der natürlich wachsende Werkstoff ist ökologisch gesehen besonders wertvoll.

Kunstgewerbe

Unter Kunstgewerbe versteht man die oft serienmäßige Herstellung von künstlerisch gestalteten Gebrauchsgegenständen, Geschenkartikeln und Schmuck. Im Gegensatz zur Kunst greift Kunstgewerbe bestehende, traditionelle Formen auf und verarbeitet sie, ohne unbedingt innovativ zu sein. Vom Industriedesign unterscheidet sich das Kunstgewerbe weitgehend durch die handwerkliche Herstellungsweise. Im Design geht die Diskussion immer wieder darum, was schon Kunstgewerbe ist. Diese Unterscheidung ist eine typisch deutsche Einstellung, der in anderen europäischen Ländern weniger Bedeutung beigemessen wird.

Konstruktivismus

Der Konstruktivismus entstand während der Russischen Revolution als Bewegung gegen die traditionelle Kunst. Die Ideen den Konstruktivismus strahlen noch heute aus. Eine der Grundideen war die Industrialisierung der Kunst und die Abwendung von künstlerischer Subjektivität. Die Maschine wurde, ähnlich wie im Futurismus, zum Kultgegenstand erhoben. Daher auch die vielen formalen Bezüge zur Ingenieurbaukunst und Industrieästhetik. Dies führte in letzter Konsequenz zu High-Tech und Dekonstruktivismus. Wichtige Vertreter den Konstruktivismus sind El Lissitzky und Wladimir Tatlin. Der Konstruktivismus außerhalb Rußlands war weniger revolutionär, wenn auch keineswegs weniger einflußreich. Die Ideen des Konstruktivismus wurden vom Bauhaus aufgenommen und weiterentwickelt.

Kleinserie

Als Kleinserie bezeichnet man ein Designprodukt, das für einen sehr begrenzten Markt hergestellt wird, zum Beispiel exklusiver Schmuck oder handwerklich aufwendige Möbel-Unikate. Kleinserien beginnen bei drei Exemplaren, im Gegensatz zur limitierten Auflage, die durchaus in die Tausende gehen kann. Die Kleinserie ist sowohl bei Kunstdrucken wie bei Möbeln und Accessoires auf eine  Anzahl von nicht mehr als hundert Objekten beschränkt. Derzeit wachsen durch die Haltung, Designprodukte nicht mehr nur als industrielle Massenware zu sehen, wieder kunsthandwerklich fähige Betriebe heran, deren Produktionsweise die Möglichkeit zu Kleinserien bietet.

Jugendstil

Der Jugendstil ist eine deutsche Bezeichnung für eine Stilepoche, die zwischen 1890 und 1910 den Historismus ablöste. Hauptmerkmale des Jugendstils sind florale und vegetabile Formen. Ein wichtiger Impuls für die Entstehung des Jugendstils war das Arts & Crafts Movement. In Österreich wird die Epoche Sezessionsstil genannt, in Frankreich Art Nouveau, in Spanien Modernismo. Der deutsche Name stammt von der Münchner Zeitschrift "Jugend" (1886). Die Hauptabsicht des Jugendstils lag in der Schaffung eines neuen, umfassenden Stils (Gesamtkunstwerk) und in der Rückbesinnung auf die Natur und die Wiederbelebung des Kunsthandwerks. Der deutsche Jugendstil wandte sich, im Gegensatz zu den Bewegungen in anderen europäischen Ländern, nicht gegen die Serienproduktion. Eines der wichtigsten Dokumente ist die Künstlerkolonie in Darmstadt, wo 1901 die erste Bauausstellung überhaupt mit Bauten, Inneneinrichtungen und Designs von Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens u.a. eröffnet wurde. Ein wichtiges Zentrum der Möbel des Jugendstils waren die Vereinigten Werkstätten ( ab 1890).

Industrie Design

Der englische Begriff steht für den Entwurf industriell hergestellter Produkte. Dabei werden, im Gegensatz zum Entwurf im Kunsthandwerk, auch die Planungs-, Entwicklungs- und Herstellungsphasen für die maschinelle Produktion mitbedacht. Das Arbeitsfeld den Industriedesigners ist nur schwer abgrenzbar. Es reicht vom Entwurf manufakturell herstellbarer Produkte wie Glas, Möbel, Interieur und Porzellan bis zum Maschinenbau. Der Begriff wurde 1919 von Joseph Sinel geprägt und 1927 von Norman Bel Geddes aufgegriffen. Durch das 1944 gegründete Council of Industrial Design wurde der Begriff popularisiert und später ins Deutsche (Industriedesign) übernommen.