Poggenpohl

Überraschende Wende: Poggenpohl Möbelwerke an die Jomoo Group verkauft.

von Redaktion Wohnen Einrichten / Werbung

Der scheinbar besiegelte Verkauf an die Lux Group ist geplatzt.

Herford 13.07.2020 - Der scheinbar besiegelte Verkauf an die Lux Group ist geplatzt. Der voreilig bekannt gemachte Verkauf am 18.06.2020 findet nicht statt. Währenddessen hat sich die chinesische Jomoo Group das Unternehmen gesichert.

In einer Pressemeldung der Poggenpohl Möbelwerke vom 13.07.2020 ist nachfolgender Text nachzulesen:

Neuer Eigentümer für Poggenpohl: Als strategischer Investor übernimmt Jomoo Deutschland, Tochterunternehmen der chinesischen Jomoo Group, die Poggenpohl Möbelwerke. Ein kürzlich angekündigter Kauf durch einen anderen Investor war nicht zustande gekommen. Der Vertrag zur übertragenden Sanierung mit Jomoo wurde am 10. Juli 2020 notariell beurkundet, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bis der Vertrag wirksam wird – mit der Erfüllung von mehreren aufschiebenden Bedingungen wird in den nächsten Wochen gerechnet –, führt Insolvenzverwalter Manuel Sack die Geschäfte von Poggenpohl für den Käufer fort.

Die inhabergeführte Jomoo Group, in ihrem Heimatmarkt führend im Bereich Sanitärarmaturen, Keramiken aber auch Küchen, bekennt sich zum Produktionsstandort von Poggenpohl in Herford und wird einen Großteil der Mitarbeiter übernehmen.

„Während des M&A-Prozesses haben wir bereits intensive Gespräche mit Jomoo geführt und das Unternehmen als ambitionierten und zuverlässigen Interessenten kennengelernt. Wir freuen uns, dass Jomoo den Küchenpionier in die Zukunft führen wird“, sagt Poggenpohl-Insolvenzverwalter Manuel Sack von der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner über die nun abgeschlossene Investorensuche. „Poggenpohl steht seit über 125 Jahren für Küchen mit höchstem technischen Anspruch. Die Mitarbeiter besitzen das Know-how und sind bereit, die Premiummarke für die Ansprüche des 21. Jahrhunderts weiterzuentwickeln.“

Aus der Verbindung des Know-hows der deutschen Premiumküchen-Spezialisten und der asiatischen Bad-Experten könnten sich neue Geschäftsfelder für Poggenpohl ergeben, wie der Geschäftsführer Gernot Mang, der das Unternehmen weiterhin leiten wird, erläutert: „Gemeinsam mit Jomoo werden wir das internationale Projektgeschäft weiter ausbauen. Dort werden interessante Synergien zwischen den Bereichen Küche und Bad möglich, denn wir können Projektentwicklern in Zukunft ein Design aus einer Hand für beide Räume anbieten. Poggenpohl unternimmt damit über die Küche hinaus einen Vorstoß in den erweiterten Wohnraum. Gleichzeitig werden wir noch weiter in den Bereich der Luxusküchen vorstoßen und dazu die Stückzahlen unserer in Herford produzierten Küchen erhöhen. Dem Fachhandel kommt dabei eine Schlüsselrolle für die Premium-Marke Poggenpohl zu.“

Xiaowei Lin, Geschäftsführer Jomoo Deutschland, erklärt: „Für Jomoos langfristige, nachhaltige Markt- und Produktstrategie ist es wesentlich, das Spitzen- und Premiumsegment abzudecken. Wir haben uns seit Längerem mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, mit einer etablierten Marke, die für hohe Qualität und großes Design-Renommée steht, zusammenzuarbeiten oder eine solche Marke zu erwerben. Idealerweise sollte sie rund um die Welt bekannt sein sowie eine lange Tradition und einen guten Ruf für ausgezeichnetes Handwerk besitzen. All diese Kriterien treffen auf Poggenpohl zu, so dass das Unternehmen gut zu Jomoos Strategie passt, das eigene Küchenportfolio zu erweitern.“

© Foto: Poggenpohl Möbelwerke GmbH Herford   -  www.poggenpohl.com